Schützenverein Ankum dankt Mitgliedern mit Ehrungen

Die Fahne geht ins Kloster - Michael Goda ist Nachkönig 2017

Elf Mitglieder und 615 Jahre Vereinstreue standen auf der Liste, die der Präsident Hermann Lünnemann beim traditionellen Nachschießen des Schützenvereins Ankum am letzten Juliwochenende verkünden konnte. Seit 65 Jahren ist Georg Lemmermöhle Vereinsmitglied. Auf stolze 60 Jahre Mitgliedschaft bringen es Alois Berling, Eugen Rumker, Hans Menke, Hermann Rauert und Heiner Bergmann. Vor einem halben Jahrhundert traten Fritz Brinkmann, Gerhard Lahrmann, Josef Holtmann, Karl Specker und Rolf Gelinski in den Verein ein.

Abschließend ein gemeinsames Foto mit den geehrten Mitgliedern des Schützenvereins Ankum
Abschließend ein gemeinsames Foto mit den geehrten Mitgliedern des Schützenvereins Ankum

 

Bei der Vergabe der Ehrenurkunden in gemütlicher Runde wurden die Geehrten auch gleich auf den neuesten Stand in Sachen Vereinsgeschehen gebracht. So war zu erfahren, dass die wieder erlangte historische Vereinsfahne im Benediktinerinnenkloster Osnabrück restauriert wird. In der seit 1865 im Kloster bestehenden Paramentenstickerei sei auch bereits eine Fahne des Sportvereins Quitt Ankum hergestellt worden. Für die Restauration der 187 Jahre alten Fahne des Schützenvereins wird eine Bearbeitungszeit von rund sechs Monaten angesetzt und im Schützenvorstand werde bereits überlegt, wie sich das wertvolle Textil beim Schützenfest im kommenden Jahr angemessen und schonend präsentieren lasse.

Erfolg beim Nachschießen: Michael Goda wurde Nachkönig 2017.
Erfolg beim Nachschießen: Michael Goda wurde Nachkönig 2017.

 

Vor den Ehrungen hatte der Verein alle Kinder und Jugendlichen zu einer Ferienspaßaktion in der Schützenhalle eingeladen. Etliche Kinder und Jugendliche stellten auf der modernen digitalen Schießanlage des Schützenvereins ihr Können unter Beweis. Beim Ferienspaßkönig-Schießen konnte erstmals Fabian Diersing diesen Titel erreichen. Beim traditionellen Nachschießen konnte Michael Goda den Rumpf von der Stange holen und somit sich den Titel des Nachkönigs 2017 sichern.

Nachkönig 2017 und Hofstaat

NachkönigMichael Goda
Königin Kathrin Goda
   
Krone Markus Berling
Zepter Michael Goda
Reichsapfel Carsten Schröder
Kopf Axel Fleddermann
Linker Flügel Jürgen Kleine
Rechter Flügel Markus Bergmann
Linke Kralle Peter Hermann
Rechte Kralle Klaus Schuchardt
Schwanz Thorsten Dierker
  

Pokalgewinner Nachschießen 2017

Damenpokal
1. Platz Anja Fleddermann
2. Platz Ines Steffen
3. Platz Ulrike Lünnemann

Kaiser-Glückspokal
1. Platz Maik Liening
2. Platz Denis Ruchay
3. Platz Michael Goda

Ex-Majestätenpokal
1. Platz Roman Philipp
2. Platz Matthias Freytag
3. Platz Denis Ruchay

Ex-Ehrenherrenpokal
1. Platz Thorsten Dierker
2. Platz Roman Philipp
3. Platz Oliver Heitmann

Birkenschlägerpokal
1. Platz Roman Philipp
2. Platz Matthias Freytag
3. Platz Peter Beckmann

Vereinsmeisterpokal
1. Platz Thorsten Dierker
2. Platz Roman Philipp
3. Platz Peter Beckmann

 

 

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Vom Frühschoppen-Komitee zu den Birkenschlägern bis zur Blutbuche

Wieder mehr als 1000 Schützen beim Ankumer Frühschoppen

Wenn die zwei großen Festtage des Ankumer Schützenfestes verklungen sind und die Turmuhr des “Artländer Doms” zur elften Montagsstunde eilt, wenn sich also eine Großzahl der Schützenfestgäste längst wieder der täglichen Arbeit und Mühe zuwendet, sich vieler Leute Hände auf dem Brunning schon beim Aufräumen ermüdeten und wenn ein Arbeiter ein eckiges Loch in den Boden gräbt, dann eilen einer guten Tradition folgend, weit mehr als 1000 Schützen noch einmal ins festlich erprobte Zelt, um den argen Nachdurst zu stillen und dem wenig stillen Frühschoppen-Komitee Augen und Ohren zu leihen.

Gleich geht's los - Ein erster Blick in das gut gefüllte Zelt

Gleich geht's los - Ein erster Blick in das gut gefüllte Zelt

 

Ankum.Info Medienarchiv

Im Ankum.Info Medienarchiv wurden viele weitere Bilder des Ankumer Schützenfestes eingestellt. Bitte hier klicken.

So gehört es sich in Ankum und so war es natürlich auch in diesem Jahr. Der Vereinssekretär Stefan Kempe erteilte das Kommando “Bier frei” und der während der Festtage viel gebrauchte und allzu berechtigt gelobte Auditeur Marius Berling geleitete zunächst die neue Majestät Ludger May-Johann sowie sogleich die Vertreter der Gastvereine aus Druchhorn, Bersenbrück, ASIWA und Grafeld unter das sich weit erstreckende Dach. Dabei oblag es, wie in fast schon allen Jahren, dem Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle das traditionsreiche Tun mit zünftiger Musik zu begleiten und dem erstmals beim Frühschoppen aktiven Festwirt Beckmann oblag das Zureichen der Speisen und des flüssigen Kulturguts.

Frühschoppen-Komitee in Aktion

Frühschoppen-Komitee in Aktion

 

Selbstverständlich gab es auch wieder einige honorige Gäste besonders zu begrüßen, darunter der Bundestagsabgeordnete André Berghegger, der Kreistagsabgeordnete Werner Lager, die Bürgermeister Dr. Horst Baier und Detert Brummer-Bange, Ankums Verwaltungschef Michael Wübben, den Pfarrer Ansgar Stolte und die Vertreter örtlicher Kreditanstalten, namentlich der Kreissparkasse, der Oldenburgischen Landesband und der Volksbank. Dazu waren auch die vereinszugehörigen Birkenschläger gekommen und auch wenn deren Erscheinen beim längst legendären Ankumer Frühschoppen gemeinhin keinen Anlass zur besonderen Erwähnung gibt, so gibt es solchen in diesen Jahr eben doch.

Frühschoppen-Komitee in Aktion

Frühschoppen-Komitee in Aktion

 

Mit einem Programm, welches sich gut einreiht in die Liste mehr als nur gut gemachter Ankumer Frühschoppen-Konstrukte und welches mit reichlich Applaus bedacht wurde, brachte das Komitee die Schützen nachfolgend auf den neuesten Stand in Sachen Dorfgeschehen, befasste sich mit Schrottlagerungen am Ankumer Bahnhof, dem Leben und Arbeiten eines Druchhorner Multimillionärs und vielen anderen Themen noch dazu. Nebenher gab es die Ehrung der Silbermajestät, vor 25 Jahren war Hans Walbers Ankums Schützenkönig. Viel applaudierende Anerkennung brachten die Schützen auch den Grußworten der Gastvereine entgegen, nach der Rede der Grafelder Schützen gab es sogar stehende Ovationen.

Hans Walbers (links) war Schützenkönig im Jahr 1992

Hans Walbers (links) war Schützenkönig im Jahr 1992

Durften sich in der Anerkennung ihrer Fahnenrettungstat sonnen: Die Birkenschläger!

Durften sich in der Anerkennung ihrer Fahnenrettungstat sonnen: Die Birkenschläger!

 

Die “Heldentat” der Birkenschläger, die Wiederbeschaffung der vielleicht ältesten noch erhaltenen Vereinsfahne (aus dem Jahr 1830) also, eine Tat, die wohl nicht als Ankumer Quittkerie verschrien sein will, war derweil Gegenstand vieler Reden, erntete vielfach Lob und Dank und der Restauration der Vereinsfahne kam sogleich auch der Erlös der alljährlich üblichen Spendensammlung zu. 1.839,02 € warfen die anwesenden Schützen in die umherziehenden Vorstandsmützen und leisteten hiermit einen wertvollen Anteil an den zu erwartenden Restaurationskosten, die sich voraussichtlich auf einen Betrag von über 5.000 € belaufen werden.

Zusage: Georg Dobelmann Clemens Seelmeyer und Bernd Heinemann (von links nach rechts) werden für die verbleibenden Restkosten der Fahnenrestauration einstehen

Zusage: Georg Dobelmann Clemens Seelmeyer und Bernd Heinemann (von links nach rechts) werden für die verbleibenden Restkosten der Fahnenrestauration einstehen

 

Weitere Spender, wie beispielsweise der Kegelverein Quitt legten noch Geld hinzu, bis dann die Herren Georg Dobelmann (Postenbörse),Bernd Heinemann (Kreissparkasse Bersenbrück) und Clemens Seelmeyer (bauXpert) ans Pult vor der Hartlager-Bühne traten und eine gemeinsame Garantiezusage für die Aufbringung verbleibender Restkosten leisteten. Jörg von der Heide (Oldenburgische Landesbank) konnte sich mangels hinreichender OLB-Vollmacht zwar nicht in diese Riege reihen, leistete aber spontan aus eigener Tasche einen Unterstützungsbeitrag. Eine weitere Würdigung erfuhr die zweifelsohne ungewöhnlich verlaufende Birkenschläger-Tat (Bericht) dann zum Abschluss des Frühschoppens, als Dirk Raming als Birkenschläger das Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle - “die Hartlager” - dirigieren durfte.

SM Ludger I. genoss augenscheinlich das Privileg, den Stab des Dirigenten vor den Hartlagern zu führen.

SM Ludger I. genoss augenscheinlich das Privileg, den Stab des Dirigenten vor den Hartlagern zu führen.

Selbstverständlich durfte auch der Präsident Hermann Lünnemann an der Seite des Dirigenten Stefan Wolke den Dirigentenstab vor dem Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle führen.

Selbstverständlich durfte auch der Präsident Hermann Lünnemann an der Seite des Dirigenten Stefan Wolke den Dirigentenstab vor dem Schützenmusikkorps Hartlage-Lulle schwingen lassen

 

Bevor der Frühschoppen 2017 danach zum Abschluss gelangen konnte, gebührte das Dirigentenrecht selbstverständlich ebenso der neuen Majestät Ludger I. May-Johann sowie dem Präsidenten Hermann Lünnemann und erst nachdem bald danach alle Bierhähne kommandotreu geschlossen wurden, schritt die Ex-Majestät Gerd V. Wöllermann zur Tat, um das Runde ins eckige Loch zu bringen. Ihm war es gemäß hergebrachter Tradition gefällig, einen Baum als Zeichen fortlebender Erinnerung an seine Regentschaft zu pflanzen. Er hatte sich eine Blutbuche ausgesucht und dank des hilfreichen Beistands seines Gefolges gelang es trefflich, das Ballenrund im Loch zu versenken, wie auch hinreichend zu begießen.

Viele Hände halfen der Ex-Majestät Gerd Wöllermann beim Pflanzen einer Rotbuche zur fortlebenden Erinnerung an seine Regentschaft

Viele Hände halfen der Ex-Majestät Gerd Wöllermann beim Pflanzen einer Rotbuche zur fortlebenden Erinnerung an seine Regentschaft

 

Weitere Berichte zum Ankumer Schützenfest 2017:


 

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