Die UWG-Mehrheitsfraktion im Gemeinderat Ankum unternahm Vorbereitungen

In Vorbereitung der Ratssitzung am 10. November 2016 trafen sich die neu  gewählten Fraktionsmitglieder der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) -Ankum zur ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode (Wahlperiode) und berieten über die zukünftige Aufgabenverteilung.

In dem überragenden Wahlergebnis sieht die UWG den bisherigen Bürgermeister Detert Brummer-Bange als Kandidat für die anstehende Wahl bestätigt. Auch mit dem bislang stellvertretenden Bürgermeister wird die UWG mit Klaus Menke einen amtserfahrenen Stellvertreter zur Wahl stellen. Frischen Wind bringt Felix Kruse als neuer Fraktionsvorsitzender. Er übernimmt dieses Amt vom langjährigen Ratsmitglied Johannes Dettmaring.

Die Mitglieder der UWG-Fraktion im Gemeinderat Ankum legten in einer vorbereitenden Sitzung ihre Kandidaten für verschiedene Aufgaben fest.
Die Mitglieder der UWG-Fraktion im Gemeinderat Ankum legten in einer vorbereitenden Sitzung ihre Kandidaten für verschiedene Aufgaben fest.

 

In den Ausschüssen wollen sich zukünftig folgende UWG-Ratsmitgliedern für Ankum engagieren:

Ausschuss für regionale Wirtschaft, Marketing und Tourismus

Mechthild Wortmann, Johannes Billenkamp, und Michael Meyer

Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur, Soziales und Senioren

Ramona Giese, Johannes Dettmaring und Michael Meyer

Ausschuss für Planen, Bauen, Infrastruktur und Umwelt

Jürgen Kessens, Holger Bokeloh und Gerd Holzgräfe.

 

 

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Pressemitteilung der UWG-Ankum

 

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Vor der Wahl ein Termin beim Ankumer Bürgermeister Detert Brummer-Bange

Zu Mittag ein Termin im Rathaus. Mit dem Bürgermeister, wenige Tage vor der Kommunalwahl. Also wird der Mann über seine Arbeit in den vergangenen fünf Jahren berichten, eine natürlich gute Bilanz ziehen und auch berichten über einige zukünftige Vorhaben. Das ist immer so, immer dann wenn bald die Bürgerinnen und Bürger das Ergebnis ihrer eigenen Bilanz in den Urnenschlitz werfen werden. Solche Gespräche dauern nicht lange, zwanzig bis dreißig Minuten allenfalls, denn solch ein Bürgermeister muss ja auch zeigen, dass er viel beschäftigt ist und eigentlich gar keine Zeit hat.

Ein kurzer Händedruck, nein der Gast möchte keinen Kaffee, dann legt sich Detert Brummer-Bange einige handgeschriebene Notizen auf den Tisch. Er hat sich vorbereitet, doch brauchen wird er die Zettel in den kommenden zweieinhalb Stunden kaum, nur manchmal um nichts zu vergessen. 

Dem Bürgermeister Detert Brummer-Bange ist es wichtig, mit den Menschen in Ankum im stetigen Dialog zu bleiben. Hier - nicht nur des Fotos wegen - mit dem Gastwirt Stefano Lucchese.

Eine erste Frage: „Wohin wird es gehen mit Ankum?“ 

Laut amtlicher Statistik werde die Einwohnerzahl in den kommenden 15 Jahren etwa um den Wert 1000 ansteigen, wenn die Geburtenrate auf dem aktuellen Niveau bleibt und davon sei auszugehen. Ebenso vorhersehbar werde sich in gleicher Zeitspanne ein Wandel in der Altersstruktur ergeben. Über das Ganze nehme das Durchschnittsalter der Bevölkerung zu, die Geburtsjahrgänge des Babybooms in den 50er und 60er Jahren kommen mehr und mehr in die Jahre. Darauf müsse man sich auch in Ankum vorbereiten. 

In den vergangenen fünf Jahren sei in Ankum viel für die Kinder und für die Jugend getan worden und gewiss dürfe man die Bedürfnisse der jüngsten und jungen Generation auch zukünftig nicht aus den Augen verlieren, aber nun seien ebenso intensiv die Belange der älteren Generation in den Blick zu nehmen. Dass auch die Seniorinnen und Senioren in unserem Dorf mit in die Mitte des Dorflebens gehören, sei in Ankum eine durch die Bürger, die Gemeinde, die Vereine und Gruppen getragene Wirklichkeit, welche sich vielleicht noch verbessern ließe, aber jetzt schon das Leben in Ankum auszeichne. Wenn man sich nun verstärkt zum Ziel setze, dass die Menschen in Ankum tatsächlich in Würde altern können, müsse man jedoch noch einige Schritte weitergehen. Es gelte, Barrieren abzubauen. Jene, die sich hier oder da noch in den Köpfen der Menschen befinden, doch konkreter jene baulichen Barrieren, die noch immer vielerorts in Ankum bestehen, selbst an wichtigen Stellen, und die den Menschen mit einem Handicap die Teilhabe am Dorfleben und die Bewältigung täglicher Aufgaben erschweren. Mit dem Abbau der Barrieren setze man das Signal, dass auch Menschen mit Einschränkungen der Mobilität oder mit einer Behinderung in Ankum sehr willkommen sind. Um auch die Bedürfnisse schwer behinderter oder von einer Demenz betroffener Menschen besser zu verstehen, habe er selbst vor wenigen Wochen ein Praktikum in einer Ankumer Pflegeeinrichtung absolviert. 

 

Damit wird auch das Thema Gesundheit und Medizin angesprochen. Wie gut steht das Ankumer Krankenhaus da? 

Die Gemeinde Ankum sei froh, dass das Marienhospital in den in den Jahren 2014 und 2015 den „Turnaround“ geschafft hat und nach einigen schwierigen Jahren wieder schwarze Zahlen schreibe. Der Dank gelte hier auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für 12 Monate auf 4 % ihrer Löhne und Gehälter verzichteten. Allerdings bliebe die Lage für Krankenhäuser der Grundversorgung sehr schwierig und deshalb sei er froh, dass das Ankumer Krankenhaus derzeit an einer neuen Zielplanung arbeite.  Ein integriertes Ziel der Planung sei es, das Haus baulich auf den neusten Stand zu bringen. Dafür seien in Hannover Fördergelder in einer Höhe von etwa 14 Millionen Euro beantragt worden. Wie in der Vergangenheit werde die Gemeinde das Ankumer Krankenhaus selbstverständlich auch weiterhin im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen.  So habe der Verwaltungsausschuss in seiner letzten Sitzung einen 25000 Euro - Zuschuss für die Anschaffung neuer Krankenhausbetten als Empfehlung für den Gemeinderat auf den Weg gebracht. Seitens der Samtgemeinde gäbe es bereits die Zusage eines Zuschusses von 50000 Euro, die für kleinere Renovierungsarbeiten benötigt werden, 

 

Und wenn man, wie vorhin kurz erwähnt,  die Bedürfnisse der jungen Generation nicht aus den Augen verlieren will ?

Dann sei zuerst, neben der gleichberechtigten Anerkennung der Arbeit in den Kindergärten und Kindertagesstätten, der Arbeit in den Ankumer Schulen die gebührende Wertschätzung entgegen zu bringen. In den Ankumer Schulen würden pädagogische Konzepte umgesetzt, die im Niedersachsen und teils auch bundesweit einmalig oder beispielgebend seien. Auch erst durch den intensiven Austausch mit den Schulen und dem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei es gelungen, eine neue Grundschule am Kattenboll zu gestalten, die jetzt wegen der konzeptionellen Umsetzung immer wieder von Fachleuten aus anderen Regionen Niedersachsens besucht werde.

An der Grundschule bestehe zudem aktuell der Bedarf eines Bolzplatzes, auf dem sich die Kinder in den Pausen austoben können, um danach im Unterricht wieder aufmerksamer zu sein. Dieser Bolzplatz sei so zu gestalten, dass auch länger anhaltende Regengüsse daraus nicht sofort ein Schlammbad machen würden. Weiterhin sei eine Renovierung des Ankumer Hallenbads dringlich und hier sollte sich die Gemeinde Ankum - so halte er es für richtig - an den Kosten beteiligen.  Nicht nur weil das Hallenbad viel von Schulen genutzt werde und es sehr wichtig sei, dass Kinder schwimmen lernen. Das Hallenbad sei auch jenseits der Schulnutzung für Ankum von vielfältiger Bedeutung. 

 

Vom Hallenbad kann man zum Thema Tourismus kommen.

Mit dem geschaffenen Platz für Wohnmobile sehr dicht am Ortskern und in unmittelbarer Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten und gastronomischen Angeboten habe Ankum einen Volltreffer gelandet. Wichtig sei es gewesen, sich bei der Planung und Umsetzung eng an den Bedürfnissen der Wohnmobilisten zu orientieren und eine Ausstattung zu schaffen, die mittlerweile zu einer sehr guten Bewertung des Platzes in diversen Online-Portalen geführt habe. Im Bereich Tourismus sei zukünftig auch verstärkt dem Fahrradtourismus mit E-Bikes und weiteren Angeboten Aufmerksamkeit zu widmen.  Ankum dürfe unterdessen dankbar dafür sein, dass Georg Dobelmann das See- und Sporthotel vollständig modernisiert und auf ein sehr gutes Leistungsniveau gehoben habe. Er sei sich als Bürgermeister auch sicher, dass das Landhotel Schmidt in absehbarer Zeit wieder neu belebt wird. Überlegt werde, am Ankumer Jugendzeltplatz Hütten zu errichten, um eine Nutzung auch in den Monaten mit eher ungünstigem Wetter zu ermöglichen. Zudem werde an die Anschaffung einer Seilanlage zum Klettern auf dem Gelände des Zeltplatzes gedacht.

 

Da fehlen noch Worte zu den Plänen der Ankum-Bersenbrücker-Eisenbahn (ABE) und zur Zukunft des Bahnhofsgeländes.

In dieser Sache ließe sich zuerst einmal aufräumen mit der geäußerten Annahme, für die Gestaltung des Bahnhofsgeländes sei letztlich die Gemeinde Ankum zuständig und verantwortlich. Das Gelände sei Eigentum der ABE. Die Gemeinde Ankum halte zwar 40 % Gesellschaftsanteile, doch wenn er als Ankumer Bürgermeister in der Gesellschafterversammlung aktiv werde, so müsse er aus rechtlichen Gründen die Interessen der ABE voranstellen. Ankumer Belange oder Vorstellungen könne er sicherlich jederzeit einbringen, was auch geschehe, doch sei hierbei eben stets zu prüfen, ob diese im Interesse der ABE liegen und dieser Gesellschaft zugute kommen könnten. 

Die Ankum-Bersenbrücker-Eisenbahn habe sich in den vergangenen Jahre zumeist auf ihr bestehendes Kerngeschäft konzentriert und hierbei weithin sehr verlässlich sowie konservativ gehandelt. Nun sei man unterwegs, neue touristische Angebote zu schaffen. Da käme der Ankumer Bahnhof ins Spiel. Die Nutzung der Schienenstrecke ließe sich gut einbinden in vernetzte Touristikangebote, welche beispielsweise in Pauschalpaketen Ankumer Angebote ebenso einbeziehen, wie Angebote in anderen Orten der Samtgemeinde. Es lägen sehr interessante Vorschläge und angedachte Vorhaben verschiedener Privatpersonen oder Unternehmen vor, die den Ankumer Bahnhof zu einem lohnenswerten Ziel für Gäste in der Samtgemeinde machen könnten. 

 

Lohnenswerter als den Ortskern mit den Leerständen?

Die Entwicklung des Ankumer Ortskerns stehe ständig auf der Tagesordnung und in der Planerwerkstatt der Samtgemeinde Bersenbrück werde - auch mit Beteiligung der Werbegemeinschaft - intensiv an diesem Thema gearbeitet. Dieses Bemühen zeige auch Erfolge. Bis zum Winter würden in bestehenden Leerständen mehrere Geschäftsangebote entstehen, die den Ortskern abwechslungsreich ergänzen. Zudem sei es auch unter dem Gesichtspunkt „Ortskernentwicklung“ bedeutsam, dass man möglichst weitreichend eine Barrierefreiheit erreiche.

 

Am Ortskern zieht die B 214 vorüber.

Die zuständige Landesbehörde favorisiere hier eine Ampellösung, die jedoch im Ankumer Gemeinderat auf sehr wenig Gegenliebe stoße.  Deshalb habe die Gemeinde mit Zustimmung aller Ratsfraktionen und in Abstimmung mit der zuständigen Landesbehörde ein Ingenieurbüro beauftragt, um alternative Varianten (Verkehrskreisel und Verlegung der L76 durch das Industriegebiet) zu prüfen. Diese Prüfungsergebnisse müssten zunächst abgewartet werden. Möglicherweise würde die Landesbehörde aufgrund neuer Erkenntnisse die beabsichtigte Ampellösung zugunsten anderer Lösungen aus den Plänen streichen. Für Ankum wäre dies ein enormer Fortschritt. Denn die Kosten, die die Gemeinde Ankum ansonsten für die Alternative zur Ampelanlage aufbringen müsste, würden rasch die 1 Mio.€ Marke überschreiten. Grundsätzlich sei eine zukunftssichere Lösung anzustreben.

 

Könnte sich Ankum eine solche finanzielle Belastung leisten ?

Ankum wolle sich eine solche Belastung gar nicht leisten können, deswegen werde ja intensiv an anderen Lösungen gearbeitet. Auf den Haushalt geschaut stehe die Gemeinde Ankum jedoch gut da. In den vergangenen Jahren sei die Verschuldung um 1,3 Millionen Euro gesenkt worden, trotz der Investitionen in einer Höhe von rund 10 Millionen Euro. Erstmals seien zudem die Steuereinnahmen der Gemeinde Ankum pauschal wie im Bereich Einkommenssteuer insbesondere, höher als jene der Stadt Bersenbrück. Die in den letzten fünf Jahren entstandene stabile Haushaltslage und Entschuldung schaffe der Gemeinde wichtige Freiräume, die zukünftig sehr bedeutsam werden könnten.

 

So gesehen ist Ankum im Bereich Handlungspotential zukunftssicher ?

Mindestens so wichtig wie einen stabiler Haushalt brauche Ankum einen sogenannten F-Plan, einen grundlegenden Plan für die Nutzung der Flächen innerhalb der Gemeinde und deren Entwicklung. Einen Plan, der grundsätzliche Vorgaben für die zukünftige Entwicklung der Wohngebiete und Verkehrswege darstelle und so die Entwicklungspotentiale erkennbar werden lasse. An einem solchen F-Plan werde derzeit in intensiver Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde gearbeitet.

 

Beim F-Plan wird auch an die Landwirtschaft gedacht?

Der F-Plan umfasse das gesamte Gemeindegebiet. In der Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Betrieben bestehe ein stetiger Dialog, der sehr bedeutsam sei. Wesentlich bliebe unabdingbar, den Betrieben die Potentiale zur Entwicklung zu erhalten, damit sie flexibel auf Veränderungen im Markt reagieren könnten. Gleichzeitig hätten die Landwirte beispielsweise im Bereich der Flurbereinigungsverfahren mehrfach gezeigt, dass sie zu Eingeständnissen zugunsten des Gemeindewohls bereit sind. So sei beispielsweise die Nutzung der Seiten- oder Blühstreifen wieder an die Gemeinde zurück gefallen, womit eine Ausweitung der Ausgleichsflächen ohne Kostenaufwand möglich geworden sei.

Beim Blick in die Bauernschaften müsse man zudem viel Wert auf eine ausreichende Breitbandversorgung legen, diesbezüglich mögliche Eigeninitiativen der Gemeinde vorsorglich entwickeln und die Möglichkeiten einer raschen Umsetzung prüfen. Vorsorglich, weil zunächst die erste, mit dem Landkreis vereinbarte Phase des Breitbandausbaus abzuwarten sei.

 

Viel diskutiert sind auch die Planungen einer Stromtrasse.

Vorab weiterer Erläuterungen begrüße er es als Bürgermeister sehr, dass sich die in dieser Sache gebildeten Bürgerinitiativen zusammen geschlossen haben, um sich in die Planungen besser und nachhaltiger einbringen zu können.

Mit dem Thema Stromtrasse sei er selbst nun bereits sei 3 Jahren beschäftigt. Bereits 2013, als erste Pressenotizen zum Bau einer solchen Trasse aufkamen, habe er sich mit einem Schreiben an das Land Niedersachsen gewandt, um eine ausreichende Beteiligung der Kommunen mit transparenten Verfahren einzufordern. Eine Information des Gemeinderates über diese Initiative sei unmittelbar in der folgenden Ratssitzung erfolgt.

Als die Pläne dann konkreter wurden, habe er im Jahr 2014 den Gemeinderat über diese Vorhaben neuerlich in Kenntnis gesetzt. Im vergangenen Jahr während einer Antragskonferenz seien noch 4 Varianten einer Trassenführung diskutiert worden. Die Variante „Autobahn“, also eine Trassenführung entlang der Autobahn, sei dann entfallen, ohne dass die verantwortlichen Planer dafür und bis heute plausible Gründe hätten angeben können. Noch während der Antragskonferenz habe er gemeinsam mit anderen kommunalen Vertretern darauf gedrungen, die Autobahnvariante wieder mit aufzunehmen. In wesentlichen Teilen erfolge dieses bereits.

Ebenso so schwach begründet sei die Absicht, das Umspannwerk in Merzen zu errichten. Eine Realisierung im Industriegebiet Niedersachsenpark sei aus seiner Sicht weitaus sinnvoller, weniger landschaftsschädlich, günstiger für die Trassenführung und läge auch weitaus mehr im Bürgerinteresse. 

Hinsichtlich einer möglichen Trassenführung über das Gemeindegebiet Ankum werde mit Beschluss des Gemeinderates aktuell durch ein Ingenieurbüro geprüft, welche Raumwiderstände, auch unter den Aspekten Erholungsgebiet und Erholungsort Ankum, bestehen. Die Ergebnisse dieser Prüfungen könnten anschließend als Grundlage zur Entwicklung weiterer Initiativen der Gemeinde dienen.

 

Externe Experten gibt es auch in Sachen ehemaliges Grundschulgelände an der Kolpingstraße?

An erster Stelle ständen hier im Sinne einer grundlegenden Richtlinie die Vorschläge, die sich aus der sehr guten Bürgerbeteiligung ergeben haben. 

Im Verwaltungsausschuss habe man jüngst einstimmig beschlossen, ein Gremium mit externen Fachleuten zu bilden. Die Architektenkammer, der Landkreis Osnabrück und die Ortsplaner würden als geeignete Beteiligte betrachtet. Dieses Gremium solle die verschiedenen Vorschläge der Bewerber zur Nutzung des Geländes prüfen und bewerten. Parallel sollen die Vorschläge in einer öffentlichen Sitzung den Bürgern und den Ratsmitgliedern durch die Bewerber selbst präsentiert werden. Erst danach sei eine Weiterleitung der Vorschläge in die zuständigen Ratsgremien vorgesehen, die auch dann erst die Bewertungen der Fachleuten erhalten würden. Ihm sei es als Bürgermeister sehr wichtig, dass die Bürger mit diesem Verfahren informiert würden und sich auch durch weitere Anregungen beteiligen könnten, bevor der Gemeinderat sich auf einen Vorschlag festlegt. Im Übrigen bestehe Einigkeit und Klarheit darüber, dass die Gemeinde keinem Bewerber den Zuschlag geben muss, falls die eingereichten Vorschläge ungeeignet für eine Nutzung des Geländes im Sinne der Bürger und der Gemeinde erscheinen.

 

Seitens der CDU wurde die Vereinsförderung und auch die Berücksichtigung der CDU-Vorschläge in der Ratsarbeit mehrfach kritisiert.

Mit den Vertretern aller größeren Vereine in Ankum stehe man in einem stetigen Dialog, auch um die verschieden Vorhaben der Vereine sowie deren Perspektiven zu kennen. Die Vereinsförderung würde allgemein sehr gut funktionieren und sei von den Vereinen selbst auch nicht beanstandet worden. Um die für Ankum allgemein sehr wichtige und gute Vereinsarbeit sowie das ehrenamtliche Engagement der im Verein aktiven Menschen zu würdigen, wolle man im nächsten Jahr einen Ehrenamtstag veranstalten, zu dem alle ehrenamtlich Tätigen von der Gemeinde eingeladen werden. Möglicherweise werde dieser Ehrenamtstag verbunden mit einem Tag der offenen Tür auf dem Jugendzeltplatz.

Betreffend der CDU-Kritik an der Ratsarbeit wolle er nur kurz notieren, dass in der vergangenen Ratslegislatur 98 % aller Beschlüsse im Rat einstimmig verabschiedet wurden. Alle CDU-Anträge seien in den Ratsausschüssen behandelt worden, einige Anträge hätte die CDU-Fraktion dann jedoch selbst zurück gezogen, weil sie sich als ungeeignet erwiesen hätten.

 

Es heißt, Deutschland sei mit der Aufnahme von Flüchtlingen mittlerweile überfordert. Ist es Ankum auch ?

In Ankum leben derzeit 90 Menschen, die sich wegen der dort herrschenden Kriegszustände und der stetigen Bedrohung aus ihre Heimat heraus zu uns gerettet haben. In einer sehr guten Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde, der Samtgemeinde und vor allem dank des bemerkenswerten Engagements ehrenamtlicher Helfer, gelinge eine gute Hilfe. Wichtig sei es, dass möglichst bald eine Entlastung der ehrenamtlich aktiven Helfer durch hauptamtliches Personal erfolge. Ankum sei mit der Hilfe für die in Not geratenen Menschen nicht überfordert, diese Menschen seien in Ankum willkommen.

 

Letztlich noch ?

Ein aktuelles Arbeitsfeld sei es noch, gegen die vom Recyclinghof der AWIGO ausgehende Geruchsbelästigung aktiv zu werden. In dieser Sache werde er in Kürze gemeinsam mit Anliegern bei der AWIGO vorstellig.

 

Damit endete das Gespräch mit dem Bürgermeister der Gemeinde Ankum, Detert Brummer-Bange, wenige Tage bevor die Bürger der Gemeinde Ankum ihre eigene Bilanz in den Urnenschlitz werfen. Ankum.Info bedankt sich für dieses Gespräch.

 

 

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