Hallenbadneubau in Ankum: Die Kosten sind der Dreh- und Angelpunkt

Informationen zu einem vergleichsweise frühen Zeitpunkt in den Entscheidungsprozessen der politischen Gremien bot der Informationsabend der CDU Ankum im Hotel Raming. Zwar wird ein Neubau des Hallenbads schon seit geraumer Zeit diskutiert, derzeit jedoch wieder mit mutmaßlich belastbaren Perspektiven. Dreh- und Angelpunkt in den Überlegungen zur möglichen Realisierung werden die Kosten sein.

Andreas Hettwer, der Vorsitzende der CDU Ankum-Eggermühlen-Kettenkamp, informierte im Hotel Raming über den Sachstand in Sachen Neubau Hallenbad Ankum 
Andreas Hettwer, der Vorsitzende der CDU Ankum-Eggermühlen-Kettenkamp, informierte im Hotel Raming über den Sachstand in Sachen Neubau Hallenbad Ankum

 

Denn gänzlich unstrittig ist: Ankums Hallenbad ist marode und läßt sich bei Beachtung vernunftsbezogener Regeln nicht mehr renovieren. Im Beton des Tragwerk liegt teils die Bewehrung frei, auch die Bauhülle müsse komplett erneuert werden, die vielfach geflickte Haustechnik ist veraltet und und unter dem Becken tropfe das Wasser von der Decke..., so fasste der Bauingenieur Andreas Hettwer, der auch Vorsitzender der CDU Ankum-Eggermühlen-Kettenkamp ist, den Status kurz zusammen.

Wolle man nun einen Neubau, so müsse man zunächst einen wesentlichen Grundriss formulieren. Die CDU Ankum denke keinesfalls über den Bau eines Spaßbads nach. Es gehe darum, die Grundversorgung mit Bädern in der Samtgemeinde zu erhalten, damit möglichst alle Kinder Schwimmen lernen sowie Schulen und Vereine für ihre Aufgaben und Aktivitäten geeignete Möglichkeiten vorfinden. Der qualifizierte Schul- und Vereinssport brauche gemeinhin eine Beckenlänge von 25 Metern sowie einen gänzlich oder teilweise absenkbaren Boden. Ob dann noch zusätzliche Einrichtungen sinnvoll und machbar wären, wie beispielsweise ein Sprungturm, sei erst in den weiteren Überlegungen abzuwägen.

Die derzeit kursierenden Kostenrechnungen, Schätzungen kalkulieren im Bereich zwischen 4 - 6 Millionen Euro, seien wegen noch unzureichender Planungsunterlagen allesamt nur spekulativ. Als sicher betrachtete es Andreas Hettwer jedoch, dass die Baukosten in einen Bereich gelangen würden, in welchem eine europaweite Ausschreibung der Baumaßnahmen vorgeschrieben ist. Diesbezüglich erörtere die Verwaltung der Samtgemeinde derzeit die notwendigen Formalien.

Innerhalb der Samtgemeinde, die den Bau finanzieren müsste, gibt es mittlerweile eine Verknüpfung der Kostenfrage mit einer unterstellten Notwendigkeit zur Erhöhung der Samtgemeindeumlage. Hettwer betrachtet diese Überlegungen als nicht belastbar belegt. Für die CDU Ankum formulierte der Vorsitzende jedoch, dass man einen Hallenbad-Neubau “nicht um jeden Preis” wolle und konkret dann nicht, wenn ein solcher tatsächlich eine Erhöhung der Samtgemeindeumlage erzwingen würde.

Seitens des Bürgermeister der Stadt Bersenbrück Christian Klütsch wurden Überlegungen angestrengt, einen Hallenbadneubau gegebenenfalls nicht in Ankum sondern am Freibad in Bersenbrück zu realisieren. Die CDU Ankum betrachtet solche Gedanken als demokratisch legitim, trägt sie aber nicht mit. Dieses vor allem, weil ein Bau in Ankum die ausgewogene Infrastruktur innerhalb der Samtgemeinde aufrechterhalten würde. Aber auch, weil die derzeitigen Gedanken an einen Hallenbadbau in Bersenbrück hinsichtlich der unterstellten Kostenminderung nicht realistisch seien und sich eine bautechnische Anbindung an das dortige Freibad nicht so einfach verwirklichen ließe, wie unterstellt wird.

Wie Markus Frerker als Vorsitzender des Bauausschusses der Samtgemeinde während des Informationsabends notierte, wird eine Konzepterstellung bis zum Jahresende und eine denkbare Projektrealisierung innerhalb der kommenden zwei Jahre vorgesehen.

 Quelle Ankum.Info
 Bilder Ankum.info
 

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